Ausgangspunkt (Zusammenfassung)

Die Kombination aus Klimawandel, Umweltzerstörung, Welthunger, Bevölkerungswachstum, schwindenden Ressourcen und Turbokapitalismus bedroht die Zukunft der Menschheit. Deshalb muss weltweit informiert, vernetzt und aktiviert werden. Industrie, Wirtschaft und Einzelstaaten behindern den nötigen Wandel. Die Bewohner der Erde haben keine Lobby, deshalb vernetzen sie sich. Wir ändern unser Verhalten individuell, bündeln unsere Kräfte, übernehmen Verantwortung und erzeugen Druck.

Obwohl politische Stabilität und materieller Überfluss herrscht, nimmt in den Industrieländern Existenzangst zu. Rottet die Menschheit sich selbst aus? Stürme und Überschwemmungen, Hunger und Dürre, Polareis taut, Gletscher schwinden, Regenwald verbrennt zu Asche. Täglich verhungern 25.000 Kinder, eine Milliarde Menschen wird nie satt, viele haben kein sauberes Trinkwasser. Wir wissen es. Verdrängen hilft nicht.

Klimawandel, Hunger, Umweltzerstörung, Flüchtlingsströme und Bevölkerungswachstum hängen zusammen, sind nicht isoliert lösbar. Soll der Planet bewohnbar bleiben, müssen wir unsere Lebensweise grundlegend ändern. Jetzt. Jeder. Nur gemeinsames, entschlossenes Handeln hilft. Unveränderter Ausstoß von Klimagasen bedeutet Durchschnittstemperaturen von plus zwei Grad 2050, plus fünf Grad im Jahr 2100. Bei zwei Grad Erwärmung stirbt ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten aus, fünf Grad plus wären katastrophal. Der Klimawandel muss sofort und entschlossen bekämpft werden.

Die Weltbevölkerung wächst von heute knapp 7 Milliarden auf zehneinhalb Milliarden Menschen in 2050, vorwiegend in den armen Ländern. Ozeane sind überfischt, Ackerland wird knapp, Wasser fehlt, Erträge sinken. Drei Milliarden Bewohner der Schwellenländer wollen Mobilität und Wohlstand, sie belasten das Klima zusätzlich und verknappen Nahrungsmittel auf den Weltmärkten. Konflikte sind sicher, Lösungen dringend nötig.

Um den Temperaturanstieg unter zwei Grad zu halten und alle Menschen zu ernähren, braucht die Welt internationale Verträge. Der Global Deal regelt den Ressourcenverbrauch und schafft faire Grundlagen für einen Lebensstil bei maßvollem Wohlstand und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung. Die Industrieländer haben den Klimawandel ausgelöst, der verschwenderische Lebensstil ist ihre Erfindung. Sie müssen zuerst und glaubwürdig handeln, den Wandel vorantreiben. Nur dann hat die Menschheit eine Zukunft.

GlobalUturn will informieren, aufrütteln, Mut machen, Vernetzung fördern. Für den notwendigen Wandel müssen Kräfte gebündelt werden. Politik und Wirtschaft zögern, also übernimmt die Zivilgesellschaft Verantwortung und erzeugt Druck. Ein aufrichtiger Dialog bewirkt den Global Deal, schafft einen klimaverträglichen und nachhaltigen Lebensstil. Weitere Herausforderungen warten – z.B. internationaler Terror, organisiertes Verbrechen oder atomwaffenfreie Welt. Die Völker der Erde müssen jetzt gemeinsame Lösungen finden. Weil wir alle in einem Boot sitzen.

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11. Juni 2010 - 22:44