Vielen Dank für das Kompliment, Axel, aber wir haben nie gedacht, dass eine handwerklich ordentlich gemachte Website mit intelligenten Beiträgen die Menschen massenhaft zum Umdenken bringen könnte. Nur etwas mehr Interesse von Freunden und Gleichgesinnten hätten wir uns gewünscht.
Aber egal, es ist wie es ist. Ich bin jedenfalls froh, dass ich meine Überzeugungen zu den wichtigsten globalen Themen einmal in schriftliche Form gebracht habe, auch wenn das kaum Echo fand. Deine Überzeugung, dass auch die kleinen Mosaiksteine etwas bewirken, erfüllt mich mit Skepsis. Mit dem Verein HOPE e.V. habe ich in Nepal dreizehn Jahre lang winzige Wassertropfen auf einen riesigen heißen Stein fallen lassen. Nun gibt es dort ein gutes Dutzend neue Schulen, drei ordentliche Gesundheitsstationen und fünf dörfliche Gemeinden haben funktionierende Trinkwassersysteme. Das ist gut, hat sicher auch schon ein paar Leben gerettet und vielen Kindern durch bessere Schulen neue Zukunftschancen eröffnet.
Aber was für eine Zukunft erwartet sie? Ein Leben auf einem Planeten, der schon in wenigen Jahrzehnten teilweise unbewohnbar sein wird und auf dem 7, 8 oder 9 Milliarden Menschen ums Überleben kämpfen. In Nepal habe ich Demonstrationen organisiert und wurde verhaftet, als sich im Mai 2006 das Volk gegen den despotischen König erhob und nach 18 blutigen Tagen die Republik ausgerufen wurde. Bis heute hat das Land keine Verfassung, obwohl die demokratisch gewählte verfassungsgebende Versammlung seit fast fünf Jahren tagt, und in Nepal herrscht weiterhin das gleiche korrupte Chaos. Wir müssen abwarten, wie sich die Dinge in Tunesien, Ägypten und Libyen entwickeln, aber oftmals sind die reaktionären Kräfte stärker als die der Aufklärung. Die Bilder aus Kairo, wo vor zwei Wochen 26 koptische Christen zu Tode kamen, viele von Panzerwagen des Militärs überrollt, lassen bei mir keine große Hoffnung aufkommen.
In einem Punkt stimme ich dir zu. Du schreibst: "Leider regiert zu oft die Dummheit und die ist hartnäckig." Dazu ein Zitat von Erich Kästner: "Die Dummheiten wechseln, aber die Dummheit bleibt." In diesem Sinne sollten wir die Hoffnung zwar nicht aufgeben, uns aber auch nicht wundern, wenn sich kaum etwas ändert.
Ich kann den Frust verstehen. Aber die Welt ist leider nicht so, dass der noch so große Einsatz weniger, schnell viel bewirkt. Zu glauben, dass eine tolle Site und intelligente Beiträge die Menschen massenhaft zum umdenken bringt ist gelinde gesagt - naiv. Sorry.
Auch mir geht es nicht viel anders. Aber: auch die kleinen Mosaiksteine bewirken etwas! Hier ein Blogeintrag, dort ein Gespräch - jeder Einsatz wirkt. Nicht heute und zu 100%, aber doch langfristig. Leider regiert zu oft die Dummheit und die ist hartnäckig. Aber auch nicht unbesiegbar. Also dranbleiben. Axel
und ich habe schon gedacht ich halluziniere, als ich nach so langer Zeit hier tatsächlich einen neuen Blog Beitrag gesehen habe.
Tja, leider glauben die meisten immer noch es handele sich um eine Eurokrise und wir würden die ach so "pösen" Griechen, Iren und bald auch Italiener, Spanier und Portugiesen mit userem Geld unterstützen.
Auch ich bin mittlerweile zu müde und frustriert diesen Mist immer wieder aufs neue zu erklären.
Mist, ich hatte die Tage einen kleinen Animationsfilm der Gewerkschaftjugend von Verdi gesehen, finde ihn jetzt aber nicht mehr wieder. Ist zwar stark vereinfacht und aus meiner Sicht auch nicht 100% richtig, aber dafür auch für Bildzeitungsleser zu verstehen ;-)!
Die Sache mit KIK hat keine "richtige" Lösung.
Entweden man weigert sich Kleidung bei KIK zu kaufen oder man kauft bevorzugt bei KIK ein, um den Näherinnen wenigstens einen kleinen finanziellen Bonus zukommen zulassen. Ich kenne mir zwar nicht so in den asiatischen Sozialversicherungssystemen aus aber, wenn die Stelle der Näherin gestrichen würde, könnte sie ihre Familie gar nicht unterstützen.
Hihi, du hast recht, habe mich beim schreiben auch ein wenig komisch gefühlt
Es war nur dieses Gefühl, dagegenzusein, alle Nimbies pauschal zu verurteilen... ´"Nimbies sind doofe Egoisten" finde ich sehr egoistisch:)
finde es schwer, mich richtig auszudrücken;)
@Tom_Denkt
"Es gibt immer gute Argumente dafür und dagegen…"
In dieser pauschalen Formulierung kann ich nicht zustimmen. Meistens ist die Qualität von Argumenten doch recht unterschiedlich. Man muss auch unterscheiden, ob es sich um eher egoistische Beweggründe handelt, die jemanden veranlassen, etwas zu machen (in diesem Fall kann man ja auch von "Argumenten" sprechen), oder ob etwas rational vertretbar ist in dem Sinne, dass nicht nur Einzelne zu Ungunsten vieler Anderer davon profitieren.
Nimby Geschrei - macht mich immer stutzig:)
Findet ihr nicht, die Sicht ist ein wenig eindimensional? Es gibt immer gute Argumente dafür und dagegen...ich finde Windkraftwerke zu laut, als das sie in meinem Garten stehen^^
Es ist verdammt interessant, wie kontrovers dieses Thema ist. Ohne jetzt fies zu kritisieren: Ich glaube, mensch sollte sich lieber aktiv mit den Opfern auseinandersetzen, in jedem einzelnen Falle, als alle Nimbys universell zu verurteilen:)
Die Frage, wer die Verantwortung trägt, ist sicher nicht leicht zu beantworten. Ich bin mir aber sicher, dass die Erziehung ein exorbitanten Beitrag zu Entwicklung(oder eben Nichtentwicklung) dieses Prozesses hat.
[Uaahhh, es wurden schon Bücher darüber gefüllt, und ich denke, ich könnte etwas beitragen^^]
Wenn die Eltern ihren Kindern ein gewisses Grundverständnis über die Welt und soziale Dynamiken mitgeben, dann hat der Jugendliche immer Potenzial, sich von diesem Konsum-Exzess fernzuhalten.
[ich schaffe es nicht, dass thema ist zu komplex^^]
Ich muss zugeben, ich habe mir seit Jahren wieder mal etwas freiwillig gekauft(eine fesche Jacke(Aus China, und mit 50% Wolle----Fail xD)) und jetzt mache ich mir Vorwürfe... ich verstehe aber nicht genau, woher dieses spezielle Weltverständnis kommt... ich vermisse es beizeiten bei Gleichaltrigen(es fühlt sich doof an, das so zu sagen^^)
hihi:)
Wie macht man das denn, wenn man erwachsen ist? Es gibt doch auch 35-jährige, die jede Woche shoppen müssen ;)
Hihi, und schon kümmern sich die Medien nicht mehr drum.
Was kann man eigentlich noch tun als Bürger?(naja, ich kann noch nicht mal richtig wählen:))
Es gibt so viele schöne Aspekte, die man kritisieren kann. Es ist interessant, dass nicht die Atomkraftsache, sondern Stuttgart 21, als Beispiel für die Debatte, inwiefern unsere Demokratie bürgerfreundlich ist oder nicht.
Sehr gut gestellte Fragen zu einem Thema, das alle betrifft. Wie im WWF-Report „LivingPlanetReport2010“ kürzlich dargestellt, verbraucht die Menschheit derzeit eigentlich 1,5 Planeten. Oder anders ausgedrückt, braucht die Erde eineinhalb Jahre, um zu ersetzen, was die Menschheit innerhalb eines Jahres verbraucht. Wie wird das Verhältnis aussehen, wenn im Jahre 2050 wirklich neun Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben? Ich denke, um dies abzumildern ist ein radikales Umdenken notwendig. Und zwar möglichst bald.
Wie in jeder guten Beziehung wird es ein Geben und ein Nehmen von beiden Seiten sein. Wobei Verzicht auf unnötigem Konsum etwa jedes Einzelnen in den Industrienationen nicht unbedingt Verzicht auf Lebensqualität bedeutet, wenn wir dadurch beispielsweise eine bessere Luftqualität als Gegenleistung erhalten. Warum für kurze Erledigungen in der Stadt das Auto benutzen und nicht etwa das Fahrrad?
Auf der anderen Seite darf es keine einseitige Entwicklungshilfe sein, bei der das Geld doch nicht da ankommt, wo es ankommen soll. Vielmehr würde ich von einer Entwicklungszusammenarbeit sprechen, bei der auch die Bevölkerung der Entwicklungsländer ihren Beitrag leisten und dadurch auch profitieren. Gerade deshalb ist wahrscheinlich das Modell der Mikrokreditvergabe so erfolgreich, indem Viele Ihr eigenes kleines Unternehmen aufbauen können. Aber auch im größeren Stil muss mit Entwicklung nicht immer gleich ein Verlust an Umweltqualität einhergehen. Warum den Energiehunger von China mit Kohlekraftwerke befriedigen, wenn vorhandene Technologien und Know-how in Form von Windparks oder Ähnlichem bereits vorhanden sind?!
Um das Ruder herumzureißen, bedarf es der Anstrengung aller Beteiligten: jedes einzelnen Menschen, den Industrienationen und den Entwicklungsländern. Leider ist der Mensch von Natur aus träge und für ein Umdenken ist meist erst eine direkte schlechte Eigenerfahrung notwendig. Was wir aber dazu beitragen können ist stetige Aufklärung. Also in dem Sinne: weiter so!
Kein Fisch in der See, kein Wasser auf dem Feld: In "Hunger" zeigt das Erste, wie die Globalisierung Ernährungsprobleme in der Dritten Welt verursacht.
Der Vergleich mit Krebs ist ein stimmiges, wenn auch nicht besonders schönes
Bild für den Zustand der Welt. Allerdings haben wir mittlerweile für fast
alle Krebserkrankungen Therapiemöglichkeiten, die relativ gute
Heilungsaussichten versprechen, besonders wenn die Erkrankung frühzeitig
erkannt wurde.
Ob und wie sich krankes Denken und der Wirtschaftswachstumswahn therapieren
lassen, ist hingegen weniger klar. Als ich vorgestern kurz bei Twitter auf
diesen Artikel hinwies, wurde ich sofort attackiert, weil wir ja angeblich
Verzicht predigen würden. Diese reflexhafte Empörung, wenn man es nur wagt,
die Wachstumsheilslehre in Frage zu stellen, ist recht typisch für die
vorherrschende Ignoranz. Davon sollte man sich aber nicht entmutigen
lassen.
dieses fixiertsein auf wachstum, koste es, was es wolle, erinnert einen an das krankheitsbild krebs. da wachsen kranke zellen auch unkontrolliert, bis sie ihr zerstörerisches werk vollendet haben und mit dem tod des von krebs befallenen sich selbst vernichtet haben. genauso kommt einem der globalisierte wahnsinn vor. wenn die welt weniger arbeiten oder produzieren würde, ginge es allen besser. auf utopia habe ich in einem blog einen artikel über das ende der arbeit gelesen. http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/916564_0_9223_-interview-lang... eigentlich eine riesenchance, aber man müßte aus seinem bisherigen denksystem aussteigen, und neue wege gehen. dazu fehlt den mächtigen der welt der mut. lieber in ausgetretenen pfaden weiter die alten, wenn auch längst überholten antworten runterspulen, als sich kreativ damit auseinanderzusetzen.
ein auspruch von adenauer lautete auch sinngemäß " was kümmert mich mein geschwätz von gestern? " angesichts aktueller groß- und heldentaten unseres marionetten-kabinetts fragt sich, wer hier vor wem geschützt werden muss.
Über 110.000 haben deren Petition unterschrieben, mehr als 50.000 (vielleicht sogar 100.000) demonstrierten letzten Samstag in Berlin, um gegen den politischen Irrsinn zu protestieren, und trotzdem werden Merkel und Co. an ihren Plänen festhalten.
Denn schon seit Adenauers Lehrsatz »Der Durchschnittswähler denkt primitiv; und er urteilt auch primitiv.«, basierend auf dem wissenschaftlichen Vorurteil des Ökonomen Joseph Schumpeter »Sobald der typische Bürger das politische Feld betritt, fällt er auf eine tiefere Stufe der gedanklichen Leistung. Er argumentiert und analysiert auf eine Art und Weise, die er innerhalb der Sphäre seiner wirklichen Interessen bereitwillig als infantil anerkennen würde. Er wird wieder zum Primitiven. Sein Denken wird assoziativ und affektmäßig.«, handeln die Regierenden nach dem "Konsens ohne Zustimmung". Schließlich muss das Volk ja vor sich selbst beschützt werden.
Man kann es als Zeichen für die Unsicherheit und Zerstrittenheit der Koalition deuten, wie in http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-09/regierung-englager, aber spontan habe ich mir, als die Meldung in den Nachrichten kam, gedacht, es sei eher ein Trick, um uns von der Laufzeitverlängerung abzulenken. Wer weiß… Vielleicht beides.
tja, so langsam frage ich mich in welchem Possenspiel sind wir die Statisten!
Die Bundesregierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, Atommüll-Endlager zu privatisieren.
Als ich es gestern irgendwo aufgeschnappt habe, dachte ich an eine Zeitungsente, aber nun berichtet sogar die seriöse Tagesschau darüber.
Weiter geht es hier: www.tagesschau.de/inland/endlager116.html
odnoklassniki
Vielen Dank für das Kompliment, Axel, aber wir haben nie gedacht, dass eine handwerklich ordentlich gemachte Website mit intelligenten Beiträgen die Menschen massenhaft zum Umdenken bringen könnte. Nur etwas mehr Interesse von Freunden und Gleichgesinnten hätten wir uns gewünscht.
Aber egal, es ist wie es ist. Ich bin jedenfalls froh, dass ich meine Überzeugungen zu den wichtigsten globalen Themen einmal in schriftliche Form gebracht habe, auch wenn das kaum Echo fand. Deine Überzeugung, dass auch die kleinen Mosaiksteine etwas bewirken, erfüllt mich mit Skepsis. Mit dem Verein HOPE e.V. habe ich in Nepal dreizehn Jahre lang winzige Wassertropfen auf einen riesigen heißen Stein fallen lassen. Nun gibt es dort ein gutes Dutzend neue Schulen, drei ordentliche Gesundheitsstationen und fünf dörfliche Gemeinden haben funktionierende Trinkwassersysteme. Das ist gut, hat sicher auch schon ein paar Leben gerettet und vielen Kindern durch bessere Schulen neue Zukunftschancen eröffnet.
Aber was für eine Zukunft erwartet sie? Ein Leben auf einem Planeten, der schon in wenigen Jahrzehnten teilweise unbewohnbar sein wird und auf dem 7, 8 oder 9 Milliarden Menschen ums Überleben kämpfen. In Nepal habe ich Demonstrationen organisiert und wurde verhaftet, als sich im Mai 2006 das Volk gegen den despotischen König erhob und nach 18 blutigen Tagen die Republik ausgerufen wurde. Bis heute hat das Land keine Verfassung, obwohl die demokratisch gewählte verfassungsgebende Versammlung seit fast fünf Jahren tagt, und in Nepal herrscht weiterhin das gleiche korrupte Chaos. Wir müssen abwarten, wie sich die Dinge in Tunesien, Ägypten und Libyen entwickeln, aber oftmals sind die reaktionären Kräfte stärker als die der Aufklärung. Die Bilder aus Kairo, wo vor zwei Wochen 26 koptische Christen zu Tode kamen, viele von Panzerwagen des Militärs überrollt, lassen bei mir keine große Hoffnung aufkommen.
In einem Punkt stimme ich dir zu. Du schreibst: "Leider regiert zu oft die Dummheit und die ist hartnäckig." Dazu ein Zitat von Erich Kästner: "Die Dummheiten wechseln, aber die Dummheit bleibt." In diesem Sinne sollten wir die Hoffnung zwar nicht aufgeben, uns aber auch nicht wundern, wenn sich kaum etwas ändert.
Beste Grüße von Johannis
Ich kann den Frust verstehen. Aber die Welt ist leider nicht so, dass der noch so große Einsatz weniger, schnell viel bewirkt. Zu glauben, dass eine tolle Site und intelligente Beiträge die Menschen massenhaft zum umdenken bringt ist gelinde gesagt - naiv. Sorry.
Auch mir geht es nicht viel anders. Aber: auch die kleinen Mosaiksteine bewirken etwas! Hier ein Blogeintrag, dort ein Gespräch - jeder Einsatz wirkt. Nicht heute und zu 100%, aber doch langfristig. Leider regiert zu oft die Dummheit und die ist hartnäckig. Aber auch nicht unbesiegbar. Also dranbleiben. Axel
Hi Johannis,
und ich habe schon gedacht ich halluziniere, als ich nach so langer Zeit hier tatsächlich einen neuen Blog Beitrag gesehen habe.
Tja, leider glauben die meisten immer noch es handele sich um eine Eurokrise und wir würden die ach so "pösen" Griechen, Iren und bald auch Italiener, Spanier und Portugiesen mit userem Geld unterstützen.
Auch ich bin mittlerweile zu müde und frustriert diesen Mist immer wieder aufs neue zu erklären.
Mist, ich hatte die Tage einen kleinen Animationsfilm der Gewerkschaftjugend von Verdi gesehen, finde ihn jetzt aber nicht mehr wieder. Ist zwar stark vereinfacht und aus meiner Sicht auch nicht 100% richtig, aber dafür auch für Bildzeitungsleser zu verstehen ;-)!
Wünsche noch einen frustfreien Tag
T@cky
Die Sache mit KIK hat keine "richtige" Lösung.
Entweden man weigert sich Kleidung bei KIK zu kaufen oder man kauft bevorzugt bei KIK ein, um den Näherinnen wenigstens einen kleinen finanziellen Bonus zukommen zulassen. Ich kenne mir zwar nicht so in den asiatischen Sozialversicherungssystemen aus aber, wenn die Stelle der Näherin gestrichen würde, könnte sie ihre Familie gar nicht unterstützen.
Hihi, du hast recht, habe mich beim schreiben auch ein wenig komisch gefühlt
Es war nur dieses Gefühl, dagegenzusein, alle Nimbies pauschal zu verurteilen... ´"Nimbies sind doofe Egoisten" finde ich sehr egoistisch:)
finde es schwer, mich richtig auszudrücken;)
@Tom_Denkt
"Es gibt immer gute Argumente dafür und dagegen…"
In dieser pauschalen Formulierung kann ich nicht zustimmen. Meistens ist die Qualität von Argumenten doch recht unterschiedlich. Man muss auch unterscheiden, ob es sich um eher egoistische Beweggründe handelt, die jemanden veranlassen, etwas zu machen (in diesem Fall kann man ja auch von "Argumenten" sprechen), oder ob etwas rational vertretbar ist in dem Sinne, dass nicht nur Einzelne zu Ungunsten vieler Anderer davon profitieren.
Nimby Geschrei - macht mich immer stutzig:)
Findet ihr nicht, die Sicht ist ein wenig eindimensional? Es gibt immer gute Argumente dafür und dagegen...ich finde Windkraftwerke zu laut, als das sie in meinem Garten stehen^^
Es ist verdammt interessant, wie kontrovers dieses Thema ist. Ohne jetzt fies zu kritisieren: Ich glaube, mensch sollte sich lieber aktiv mit den Opfern auseinandersetzen, in jedem einzelnen Falle, als alle Nimbys universell zu verurteilen:)
Die Frage, wer die Verantwortung trägt, ist sicher nicht leicht zu beantworten. Ich bin mir aber sicher, dass die Erziehung ein exorbitanten Beitrag zu Entwicklung(oder eben Nichtentwicklung) dieses Prozesses hat.
[Uaahhh, es wurden schon Bücher darüber gefüllt, und ich denke, ich könnte etwas beitragen^^]
Wenn die Eltern ihren Kindern ein gewisses Grundverständnis über die Welt und soziale Dynamiken mitgeben, dann hat der Jugendliche immer Potenzial, sich von diesem Konsum-Exzess fernzuhalten.
[ich schaffe es nicht, dass thema ist zu komplex^^]
Ich muss zugeben, ich habe mir seit Jahren wieder mal etwas freiwillig gekauft (eine fesche Jacke(Aus China, und mit 50% Wolle----Fail xD)) und jetzt mache ich mir Vorwürfe... ich verstehe aber nicht genau, woher dieses spezielle Weltverständnis kommt... ich vermisse es beizeiten bei Gleichaltrigen(es fühlt sich doof an, das so zu sagen^^)
hihi:)
Wie macht man das denn, wenn man erwachsen ist? Es gibt doch auch 35-jährige, die jede Woche shoppen müssen ;)
guten Abend, T.
Hihi, und schon kümmern sich die Medien nicht mehr drum.
Was kann man eigentlich noch tun als Bürger?(naja, ich kann noch nicht mal richtig wählen:))
Es gibt so viele schöne Aspekte, die man kritisieren kann. Es ist interessant, dass nicht die Atomkraftsache, sondern Stuttgart 21, als Beispiel für die Debatte, inwiefern unsere Demokratie bürgerfreundlich ist oder nicht.
@MO: Die Kinos sind für mich ZU ausgewählt xD
Jetzt in ausgewählten Kinos:
Die Dokumentation "Yellow Cake - Die Lüge von der sauberen Energie".
www.yellowcake-derfilm.de/
Sehr gut gestellte Fragen zu einem Thema, das alle betrifft. Wie im WWF-Report „LivingPlanetReport2010“ kürzlich dargestellt, verbraucht die Menschheit derzeit eigentlich 1,5 Planeten. Oder anders ausgedrückt, braucht die Erde eineinhalb Jahre, um zu ersetzen, was die Menschheit innerhalb eines Jahres verbraucht. Wie wird das Verhältnis aussehen, wenn im Jahre 2050 wirklich neun Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben? Ich denke, um dies abzumildern ist ein radikales Umdenken notwendig. Und zwar möglichst bald.
Wie in jeder guten Beziehung wird es ein Geben und ein Nehmen von beiden Seiten sein. Wobei Verzicht auf unnötigem Konsum etwa jedes Einzelnen in den Industrienationen nicht unbedingt Verzicht auf Lebensqualität bedeutet, wenn wir dadurch beispielsweise eine bessere Luftqualität als Gegenleistung erhalten. Warum für kurze Erledigungen in der Stadt das Auto benutzen und nicht etwa das Fahrrad?
Auf der anderen Seite darf es keine einseitige Entwicklungshilfe sein, bei der das Geld doch nicht da ankommt, wo es ankommen soll. Vielmehr würde ich von einer Entwicklungszusammenarbeit sprechen, bei der auch die Bevölkerung der Entwicklungsländer ihren Beitrag leisten und dadurch auch profitieren. Gerade deshalb ist wahrscheinlich das Modell der Mikrokreditvergabe so erfolgreich, indem Viele Ihr eigenes kleines Unternehmen aufbauen können. Aber auch im größeren Stil muss mit Entwicklung nicht immer gleich ein Verlust an Umweltqualität einhergehen. Warum den Energiehunger von China mit Kohlekraftwerke befriedigen, wenn vorhandene Technologien und Know-how in Form von Windparks oder Ähnlichem bereits vorhanden sind?!
Um das Ruder herumzureißen, bedarf es der Anstrengung aller Beteiligten: jedes einzelnen Menschen, den Industrienationen und den Entwicklungsländern. Leider ist der Mensch von Natur aus träge und für ein Umdenken ist meist erst eine direkte schlechte Eigenerfahrung notwendig. Was wir aber dazu beitragen können ist stetige Aufklärung. Also in dem Sinne: weiter so!
Dokumentation "Hunger" in der ARD Mediathek
www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136
Hi,
Kein Fisch in der See, kein Wasser auf dem Feld: In "Hunger" zeigt das Erste, wie die Globalisierung Ernährungsprobleme in der Dritten Welt verursacht.
"Hunger", Montag, 22.45 Uhr, ARD
T@cky
Danke, Tacky, für den Tipp.
Für diejenigen, die den Bericht nicht sehen konnten: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5652488
Hi,
TV-Tipp zum Thema: Frisch auf den Müll
20.10.2010 23.30 Uhr in der ARD im Rahmen der ARD Themenwoche: Essen ist Leben
T@cky
Um ihren Profit zu maximieren, vernichten Konzerne auch neue Kleider:
http://www.nytimes.com/2010/01/06/nyregion/06about.html?_r=1
In Berlin findet übrigens am 6.10.2010 20:00 im Stadtteilladen Zielona Gora eine Diskussionsveranstalltung zu "Bahnen und Busse umsonst" statt:
http://fels.nadir.org/de/termine/2010/09/ra-berlin-faehrt-frei
dieses fixiertsein auf wachstum, koste es, was es wolle, erinnert einen an das krankheitsbild krebs. da wachsen kranke zellen auch unkontrolliert, bis sie ihr zerstörerisches werk vollendet haben und mit dem tod des von krebs befallenen sich selbst vernichtet haben. genauso kommt einem der globalisierte wahnsinn vor. wenn die welt weniger arbeiten oder produzieren würde, ginge es allen besser. auf utopia habe ich in einem blog einen artikel über das ende der arbeit gelesen. http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/916564_0_9223_-interview-lang... eigentlich eine riesenchance, aber man müßte aus seinem bisherigen denksystem aussteigen, und neue wege gehen. dazu fehlt den mächtigen der welt der mut. lieber in ausgetretenen pfaden weiter die alten, wenn auch längst überholten antworten runterspulen, als sich kreativ damit auseinanderzusetzen.
ein auspruch von adenauer lautete auch sinngemäß " was kümmert mich mein geschwätz von gestern? " angesichts aktueller groß- und heldentaten unseres marionetten-kabinetts fragt sich, wer hier vor wem geschützt werden muss.
Die für nächste Woche geplante Anzeige von avaaz.org
avaazimages.s3.amazonaws.com/Merkel_Anzeige.jpg
Über 110.000 haben deren Petition unterschrieben, mehr als 50.000 (vielleicht sogar 100.000) demonstrierten letzten Samstag in Berlin, um gegen den politischen Irrsinn zu protestieren, und trotzdem werden Merkel und Co. an ihren Plänen festhalten.
Denn schon seit Adenauers Lehrsatz »Der Durchschnittswähler denkt primitiv; und er urteilt auch primitiv.«, basierend auf dem wissenschaftlichen Vorurteil des Ökonomen Joseph Schumpeter »Sobald der typische Bürger das politische Feld betritt, fällt er auf eine tiefere Stufe der gedanklichen Leistung. Er argumentiert und analysiert auf eine Art und Weise, die er innerhalb der Sphäre seiner wirklichen Interessen bereitwillig als infantil anerkennen würde. Er wird wieder zum Primitiven. Sein Denken wird assoziativ und affektmäßig.«, handeln die Regierenden nach dem "Konsens ohne Zustimmung". Schließlich muss das Volk ja vor sich selbst beschützt werden.
Man kann es als Zeichen für die Unsicherheit und Zerstrittenheit der Koalition deuten, wie in http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-09/regierung-englager, aber spontan habe ich mir, als die Meldung in den Nachrichten kam, gedacht, es sei eher ein Trick, um uns von der Laufzeitverlängerung abzulenken. Wer weiß… Vielleicht beides.
Hallo Tacky,
den Bericht kannst du in der Süddeutschen Zeitung von gestern nachlesen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/plaene-der-regierung-neue-herren-fuer...
Langsam wird es Zeit, dass die Bundesregierung an die Börse geht. Damit wir Bürger Aktien kaufen können und Berlin nicht den Konzernen allein gehört.
Moin,
tja, so langsam frage ich mich in welchem Possenspiel sind wir die Statisten!
Die Bundesregierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, Atommüll-Endlager zu privatisieren.
Als ich es gestern irgendwo aufgeschnappt habe, dachte ich an eine Zeitungsente, aber nun berichtet sogar die seriöse Tagesschau darüber.
Weiter geht es hier: www.tagesschau.de/inland/endlager116.html
T@cky